03.07.2020 Wolfgang Wildner

Die 6 Aussichtswarten der Südsteiermark

Einst galt der (bange) Ausblick eher der Ankunft von Fremden oder gar Feinden. Heute blicken wir voll harmonischer Sehnsucht ins Land und erfreuen uns an der herrlichen Aussicht. Eine höchst willkommene Stütze dieses lustvollen 360-Grad-Panoramablickbedürfnisses stellen die zahlreichen Aussichtswarten in der Südsteiermark dar.


#KREUZBERGWARTE

EICHBERG-TRAUTENBURG/ LEUTSCHACH

Bereits 1930 wurde am heutigen Standort vom Veterinärrat Zöhrer, vulgo. Dr. Viech, eine Warte errichtet, um die Region touristisch zu beleben. Doch angesichts der damals schwierigen Erreichbarkeit und der für zwanglose Ausblicke recht ungünstigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fanden sich nur wenige Panoramafans. Die Warte verfiel. Die heutige Warte, ein Holzskelettbau, nach der Fertigstellung mit der Geramb-Rose für gutes Bauen ausgezeichnet, wurde am 19. Juni 1994 nach einer Bauzeit von einem Monat eröffnet. Sie steht auf 633 Metern Seehöhe, ist insgesamt 30 Meter hoch, 117 Stufen führen auf das 25 Meter hohe, überdachte Aussichtsplateau.

 

#KREUZKOGELWARTE

KOGELBERG IN  KAINDORF/LEIBNITZ

Gleich beim Restaurant Kogel 3 beginnt der leichte, kurze Spazierweg zur Kreuzkogelwarte auf 498 Metern Seehöhe. Eine bereits zwischen 1847 und 1849 aus Mauerwerk errichtete und 1850 eingeweihte Gloriette wurde in den 1950ern renoviert und um zwei Meter aufgestockt, 1963 durch einen Blitzschlag zerstört und wiederaufgebaut. 1988/89 wurde dem Bauwerk ein hölzerner Turm aufgesetzt. 43 Stufen führen indoor auf die Plattform in 9 Metern Höhe, die Gesamthöhe des Baus beträgt 13,3 Meter. Die Rundumfernsicht erstreckt sich über Schöckl und Wildoner Berg im Norden, Gleichenberger und Stradner Kogel im Osten, Windische Bühel und Pohorje im Süden sowie Koralpe und Gleinalpe im Westen und Nordwesten.

 

#PLATSCHBERGWARTE

SPIEFELD/KUNGOTA

Die Aussichtswarte auf dem Platschberg/Plackivrh (509 m) liegt bereits auf slowenischem Territorium. Im Jahr 2000 errichtet, ist sie der Kreuzbergwarte nachempfunden, der Turm ist 22,5 Meter hoch. Anmarsch: Über die Grenzübergangsstelle Ehrenhausen-Platsch/Zieregg zu Fuß über die Grenze, nach ungefähr 150 m geht es links auf den Platsch.

 

#WASSERTURM WEINLEITEN

GAMLITZ

Am Standort Weinleiten in Gamlitz errichtet der Wasserverband Leibnitzerfeld Süd neben einem Hochbehälter mit einem Nutzinhalt von 4 Mio. Litern Trinkwasser auch eine Aussichtswarte in der Gestalt eines Wasserturms mit einem Wasserinformations-Hotspot. Satte 27 Meter wächst die Konstruktion in die Höhe und bietet einen entsprechend grandiosen Rundblick. Die Eröffnung findet im Rahmen der Feiern zum 60-jährigen Bestehen des Wasserverbandes am 14. Juni, dem „Trinkwassertag“, statt.

 

#SILBERBERGWARTE

KAINDORF/LEIBNITZ

Am Scheitelpunkt des Weinlehrpfades der Obst- und Weinbauschule Silberberg bietet die 1871 auf 412 Metern Seehöhe errichtete Silberbergwarte Ausblick, zum Beispiel direkt auf Schloss Seggau, die Wallfahrtskirche Frauenberg und den Sulmsee. Nur drei Meter hoch ist der Steinturm, auf den 1995 im Zuge einer Renovierung durch Weinbauschüler eine Metallplattform aufgesetzt wurde. Für das Geländer wurden Schienen der in den 1960er-Jahren eingestellten Sulmtalbahn  verwendet.

 

#SCHLOSSBERGWARTE

MONTIKOGEL, SCHLOSSBERG/LEUTSCHACH

Am 28. Juli 1912 als Ottokar-Kernstock-Warte im Beisein des Namensgebers eingeweiht, verfiel die Schlossbergwarte rasch und wurde in den 1930er-Jahren abgerissen. Die heutige Warte wurde nach Plänen des Grazer Architekten Gottlieb Krasser auf dem Grundstück von Franz und Theresia Peitler, vulgo Monti, errichtet und am 3. September 1995 eingeweiht.  95 Stufen führen auf die in 18 Metern Höhe gelegene oberste Plattform des insgesamt 23 Meter hohen Lärchenholzbaus.

 

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