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Rebsorten der Südsteiermark

Die Südsteiermark als größtes Weinbaugebiet der Steiermark ist für duftige und frische Weine bekannt. Internationale Bekanntheit erlangte die Steiermark und damit auch die Südsteiermark durch den Sauvignon Blanc, der Leitsorte der Region. Mit einer Anbaufläche von 21% ist der Sauvignon Blanc zudem die Rebsorte, die am häufigsten gepflegt wird. 


Die restliche Anbaufläche verteilt sich auf den Welschriesling, den Weißburgunder, den Muskateller, den Morillon sowie kleine Flächen Riesling und Grauburgunder. Hier finden Sie nähere Informationen zu unseren Rebsorten zum Nachschlagen! 


Quelle: Wein Steiermark | www.steirischerwein.at  und Österreich Wein | www.oesterreichwein.at 

Sauvignon Blanc

Der Sauvignon Blanc kommt ursprünglich aus Frankreich und wurde im 19. Jahrhundert von Erzherzog Johann unter dem Namen Muskat-Sylvaner in die Steiermark gebracht. Die Südsteiermark schneidet im internationalen Verkostungsvergleich sehr gut ab und konnte schon zahlreiche Erfolge verzeichnen. 

Der Sauvignon Blanc verlangt eine gute Lagen aber eher karge Böden. Aufgrund seiner Starkwüchsigkeit ist die Laubarbeit zudem intensiver als bei anderen Rebsorten. Die Lese des Sauvignons ist etwas später, da er eine längere Reifezeit hat.

Die Farbe des Weins ist grünlich bis zartgelb bei jungen Sauvignons. Kräftige Grüngelb Töne findet man bei reifen Sauvignons. Der Geschmack ist sehr vielfältig, extraktreich und mit einer schönen Säurestruktur. Weine aus nicht vollreifen Trauben haben ein leicht grasiges Aroma, jene aus reifen Trauben entwickeln eine Aromavielfalt nach Paprika und Schwarzer Ribisel.
 

Welschriesling

Der Welschriesling stammt vermutlich aus Norditalien und ist eine sehr verbreitete Rebsorte, die vielseitig einsetzbar ist. Er kann nahezu alle Qualitätsstufen abdecken und ist sehr gut für die Sekterzeugung geeignet.

Im Weingarten bevorzugt der Welschriesling warme Lagen und Böden mit einer guten Magnesiumversorgung. Die Reifezeit ist auch beim Welschriesling etwas länger als bei anderen Rebsorten. 

Der Wein ist grundsätzlich durch einen höheren Säuregehalt geprägt und hat ein sehr fruchtiges Bukett, das an den Geschmack von grünem Apfel und Zitrus erinnert. Somit zählt der Welschriesling zu den frischen Weinen. Die Vielseitigkeit des Welschrieslings zeigt sich gerade an dieser Stelle, denn neben dem frischen sommerlichen Wein zählen Prädikatsweine, die aus dieser Sorte gewonnen werden zu hervorragenden Süßweinen. 
 

Weißburgunder

Der Weißburgunder stammt, wie es der Name schon verrät, aus Burgund in Frankreich und ist häufig auch unter den Namen Weißer Burgunder oder Pinot Blanc bekannt.

Im Weingarten hat er sehr hohe Ansprüche an die Lage und den Boden, daher liefert die Sorte auch nur in sehr guten Lagen höchste Qualität. Häufig wird der Weißburgunder aufgrund seiner unaufdringlichen Art zum Verschnitt mit anderen Sorten verwendet. Der Verschnitt wird übrigens im Fachjargon als Cuvée bezeichnet. 

Wenig überraschend ist der junge Weißburgunder eher neutral, vielleicht etwas blumig. Reifere Weine entwickeln einen intensiveren Geschmack der ein nussiges Aroma mit sich bringt.
 

Gelber Muskateller

Der Muskateller zählt zu den ältesten Rebsorten und findet seine Ausprägung in mehreren Typen. In der Südsteiermark erfolgt meist der Anbau von grüngelben Trauben (Gelber Muskateller). Seine Herkunft ist unbekannt. Es wird vermutet, dass die Rebsorte aus Italien oder Griechenland stammt, mit Sicherheit kann man das aber nicht sagen. 

Der Wein erfreut sich an sehr großer Beliebtheit. So ist der Konsum von Muskateller in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen. Im Glas hat der Muskateller eine hellgelbe Farbe und ein unverwechselbares Muskatelleraroma. 
 

Morillon | Chardonnay

Der Morillon stammt ursprünglich aus Burgund in Frankreich. Er ist in der Steiermark als Synonym des Chardonnay´s bekannt, da die beiden Rebsorten genetisch ident sind. Damit ist er sehr vielversprechend, denn die Sorte liefert Weine, die zu den teuersten der Welt zählen. Zudem bildet der Chardonnay die Grundlage für die Champagnererzeugung.

Die Rebsorte benötigt eine Lage mit tiefgründigen, kalkhaltigen Böden und einer sehr guten Wasserversorgung. Nur dann kann das wichtigste Merkmal des Chardonnays, die Komplexität, entstehen. 

Der Ausbau des Chardonnays erfolgt klassisch in Stahltanks wodurch die Weine durch eine betonte Frucht und einer anregende Säure betont sind. Als zweite international übliche Ausbauweise gilt der biologische Säureabbau und Reife im Barrique Fass. 
 

Riesling

Der Riesling stammt ursprünglich aus dem Oberrhein in Deutschland, wurde zu einer weltbekannten Sorte und wird als „König der Weißweine“ bezeichnet. Die Sorte hat sehr hohe Ansprüche an die Lage und liebt mineralhaltige Böden. In der Südsteiermark ist das Sausal für den Rieslinganbau sehr gut geeignet, denn hier kann er sein volles Aroma entfalten.

Der junge Riesling ist fruchtig und würzig und entwickelt sich durch die Reife zu einem komplexen Wein. Dominierend ist das Steinobstaroma von Pfirsich, Marille oder exotischen Früchten.